Auf ein Wort

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Miteinander Februar 2018

Gedankenanstoß für Februar 2018

 

Ein Wort vorweg

Denn es ist das Wort ganz nahe bei dir, in deinem Munde und in deinem Herzen, dass du es tust.

5. Mose 30, 14

Am Ende seines Lebens ruft Mose den Israeliten Gottes Wort und Gesetz in Erinnerung, das er selbst viele Jahre zuvor am Berg Sinai von Gott empfangen hatte. Das Wichtigste davon steht in den 10 Ge-boten und soll dem Volk Gottes Richtschnur sein. Die Gebote halten bedeutet, Gott zu gehorchen, auf SEINEN Wegen zu wandeln, ja IHN zu lieben. Gleichzeitig wird dem Volk Gottes reicher Segen verheißen. Aber Mose hat erlebt, wie oft das Volk nicht den Anordnungen Gottes gefolgt ist und wie es sich von Gott entfernt hatte. Deshalb spricht er sehr eindringlich zu den Israeliten. Er will, dass sich Gottes Wort im Mund und in den Herzen der Menschen festsetzen soll und dass sie es weitergeben an ihre Nachkommen.

Im Johannesevangelium Kap. 1 wird uns berichtet, dass Jesus selbst das Wort Gottes ist, das vor Schöpfung der Welt war. Er, der Sohn Gottes, verließ die Herrlichkeit des Vaters, nahm Menschengestalt an, lebte in der Welt, litt unter seinen Feinden, starb für aller Menschen Sündenschuld und ist dann von den Toten auferstanden. Aber gerade so ist er uns nahegekommen und hat uns die Liebe des Vaters nahe-gebracht. Aus Gnade sind wir gerettet und nicht durch unsere „Frömmigkeit”. Das ist das Evangelium, die gute Nachricht und sie ist uns ganz nahe gekommen. Wir können sie in der Bibel lesen. Wir können darüber in den Gottesdiensten hören. Ja, wir können sie so-gar auf unsern Smartphones mit uns herumtragen. Die Frage ist, ob wir diese Botschaft nur lesen oder hören, ob wir sie auch „in unserm Munde tragen” und ob sie tief in unsere Herzen fällt und damit unser Leben verändert.

Jesus hat in dem Doppelgebot der Liebe den Willen Gottes, des Va-ters, zusammengefasst. In diesem Sinne sollen wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter seines Wortes sein. Möge Gott es uns schenken, dass Gottes Wort und seine Liebe tief in unsere Herzen eindringt und wir mit unserm Munde bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist.

Gottes Liebe und Gnade sei mit Ihnen/Euch allen.

Siegrid Burgemeister

„Out of the box” – MUT MACH MAIL – Gnadauer Verband

„Das ist doch Utopie!”, schimpfte ein Mann, als er hörte, was die Teilnehmer des Workshops sagten. Die Aufgabe war, sich für die Gemeinschaft vor Ort Neues vorzustellen. Undenkbares zu träumen. Nicht Dagewesenes. Sozusagen ein „Out-of-the-box-Denken”, außerhalb dessen, was man bisher gedacht hatte.

„Das ist doch Utopie!”, sagt er und schaute mich ein bisschen ärgerlich an. Denn warum sollten wir das tun? Herumträumen, Kreativdenken, Bilder erfinden. Ich sagte: „Ja, richtig, völlige Utopie, blanke Wunschvorstellung. Stellt euch eine neue Gesellschaft vor, in der wir als Pietisten leben und die wir prägen. Nicht in Häusern sitzend und wartend, wer denn unseren ‚Einladungen‘ folgt, sondern mit einem Lebensstil mittendrin. Wie könnte das aussehen?”

„Das ist doch Utopie!” – stimmt genau. Ich habe geantwortet: „Ja, sie haben völlig Recht. Das ist Utopie. Genau wie in der Bibel.” Neue Orte für eine anders tickende Gesellschaft. Andere Kirche für neue Menschen. Und noch einen Zacken schärfer formuliert: Nicht nur „Out-of-the-box-Denken”, sondern so denken, als gäbe es gar keine Box! Wie würde unsere Bewegung, wie würden unsere Gemeinschaften aussehen, wenn wir zwar die Schätze unserer reichen Tradition, aber keine fest-gelegten Formen und Strukturen hätten?

Genau dieses Denken will die Gnadauer Mutmachmail seit dem Kongress in Erfurt fördern. Darum fragen wir zu Beginn des Jahres: Wo ist Ihnen das passiert? Wo haben Sie das erlebt? Lassen Sie uns daran teilhaben. Nehmen Sie uns und die Leser der Mutmachmail mit hinein in die undenkbare Welt von „Neues wagen”.

“Kein Problem kann durch dieselbe Denkweise gelöst werden, welche es kreiert hat. Wir müssen die Welt neu sehen.”

Albert Einstein