Auf ein Wort

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Miteinander April/Mai 2020

Gedankenanstoß für April/Mai 2020

Ein Wort vorweg

Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich.            1. Korinther 15,42

„Mama, stimmt es, dass der Mensch nach seinem Tod zu Staub zerfällt?“, „Ja, das stimmt.“, „Dann liegt bestimmt ein Toter unter meinem Bett!“
Einmal Scherz beiseite. Hast Du Dich, haben Sie sich nicht auch so etwas einmal gefragt? So auch die Korinther. Wie werden wir einmal auferstehen? Nicht nur die Korinther scheinen da keine Vorstellung zu haben. Jede Religion, die an Auferstehung glaubt, muss sich diese Fragen gefallen lassen, oder gar Antworten bereitstellen.
Als Christen wissen wir, dass unser Leben vergänglich ist und dass unsere Seele weiterlebt. Meine Schwiegermama hat darum gebeten, dass ihre Tochter nach ihrem Tod ein Fenster öffnet, damit die Seele den Raum verlassen kann.
Paulus schreibt ganz drastisch „unser irdischer Leib ist wie ein Samenkorn, das einmal vergeht. Wenn er aber auferstehen wird, ist er unvergänglich.“ (Übersetzung Hoffnung für Alle / HfA). Also nicht mehr so, wie er gestorben ist. In der Ewigkeit erhalten wir einen neuen Körper.
Gerade zu Ostern hat diese Aussage eine Bedeutung. Jesus ist auferstanden. Jesu‘ Leib ist allerdings mit auferstanden. Das ist das, worin er sich von uns Christen unterscheidet. Die obersten Römer wollten verhindern, dass die „Sekte“ damals den Leib stiehlt und dann behauptet, der Leib sei auferstanden. Daher standen Wachen vor dem Grab. Aber am nächsten Morgen war der Leichnam trotzdem verschwunden. Jesus ist uns vorausgegangen. Das lässt uns hoffen ihn wiederzusehen.
Gleich wie ein Samenkorn eine bestimmte Form hat, wird daraus eine neue Pflanze, die anders aussieht. Das macht mir Mut, dieses Evangelium auch weiterzuerzählen. Und deshalb sagen wir nicht nur zu Ostern: „Er ist auferstanden, ja, er ist wahrhaftig auferstanden!“

Ich wünsche Ihnen und Euch gesegnete Ostern

Mathias Dahlke

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